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Kohlekraftwerke und Umweltschutz

Zu lange hat die Kohleindustrie unsere Atmosphäre wie ein offener Abwasserkanal für ihre Luftverschmutzung genutzt. Diese Emissionen fördern den Klimawandel, aber sie stellen auch eine ernsthafte Bedrohung für unsere Gesundheit und Umwelt dar. Die Müllberge werden immer größer und können nicht durch das Verbrennen beseitig werden. Hier ist eine fachgerechte Mülltrennung von nöten! Zu diesen Bedrohungen gehören Smog, saurer Regen, giftiges Quecksilber und feine Partikel, die tief in unsere Lungen eindringen.
Indem wir uns von der Kohle befreien, können wir sowohl die Luftverschmutzung als auch den Klimawandel bekämpfen. Die Umstellung auf 100 Prozent saubere, sichere erneuerbare Energie wird ein großer doppelter Gewinn für die Gesundheit der Menschen und unseres Planeten sein. Ökosoziale Politik muss mehr Zuspruch gewinnen um die Welt sauberer zu machen.

Über Luftschadstoffe aus Kohlekraftwerken

Die Verbrennung von Kohle ist die größte einzelne Quelle von Kohlendioxidemissionen durch menschliche Aktivitäten. Aber Kohlekraftwerke stoßen viele schädliche Schadstoffe in die Luft aus, darunter:

  • Schwefeldioxid (SO2)
  • Stickoxide (NOx)
  • Feinstaub (PM)

verschiedene Spurenmetalle einschließlich Quecksilber (Hg)

Wenn diese Schadstoffe erst einmal aus Kohlekraftwerken in die Luft gelangen, können sie sich zerstreuen und große Flächen schädigen.

Brennende Kohle führt zu saurem Regen und Smog
Kohlekraftwerke setzen große Mengen an Schwefeldioxid und Stickoxiden frei.

Stickoxide sind Treibhausgase, aber diese Schadstoffe reagieren auch mit organischen Verbindungen unter Bildung von Smog (bodennahes Ozon). Gesundheitsschädlich für unsere Gesundheit, erhöht Smog das Risiko von Asthma, Lungenschäden und vorzeitigem Tod. Es schädigt auch Pflanzen und macht sie anfällig für Krankheiten und extreme Wetterbedingungen.

Stickoxide und Schwefeldioxid tragen ebenfalls zu saurem Regen bei.

Wenn sich diese Schadstoffe mit Wasser, Sauerstoff und anderen Chemikalien in der Luft vermischen, bilden sie Salpetersäure und Schwefelsäure. Der resultierende saure Regen kann sich über einen weiten Bereich ausbreiten und Fische und Pflanzen töten. In Wäldern schädigt saurer Regen Baumblätter und entfernt Nährstoffe aus dem Boden.

Kohleverbrennung setzt giftiges Quecksilber frei
Weltweit sind Kohlekraftwerke die größte Quelle für Quecksilberemissionen. Sie setzen mehr als die Hälfte der durch menschliche Aktivitäten verursachten Quecksilberbelastung frei.

Quecksilber ist ein Nervengift; es hat schädliche Auswirkungen auf das Gehirn und das Nervensystem.

Aus Kraftwerken freigesetztes Quecksilber setzt sich in der Umwelt ab, breitet sich im Grundwasser aus und gelangt über Algen in die Nahrungskette. Von dort aus infiziert es alles Leben, von Elritzen bis hin zu fischfressenden Vögeln und weiter zu fischfressenden Vögeln und Säugetieren. Die Quecksilberkonzentrationen steigen von niedrigeren zu höheren Ebenen der Nahrungskette.

In den USA haben 49 Staaten aufgrund hoher Quecksilberkonzentrationen in Süßwasserkörpern Fischkonsumberichte herausgegeben.

Partikelverschmutzung verletzt unsere Lungen
Die Partikelverschmutzung ist auch als Feinstaub oder Feinstaub bekannt und ist möglicherweise die schädlichste Emission von Kohlekraftwerken. Diese sehr kleinen unverbrannten Schmutzpartikel, die direkt aus den Schornsteinen der Kohlefabriken freigesetzt werden, verursachen jedes Jahr schätzungsweise 800.000 vorzeitige Todesfälle.

Wenn sie eingeatmet wird, kann die Partikelverschmutzung weitreichende und schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben, einschließlich Asthmaanfälle, Schäden am Lungengewebe, Schlaganfall, Herzinfarkt und vorzeitigem Tod.

Partikel, die 2,5 Mikrometer (PM2,5) oder kleiner sind, können tief in die Lunge eindringen und verursachten fünf Prozent der weltweiten Todesfälle. Dies ist laut der Global Burden of Disease (GBD) Studie der sechstgrößte globale Risikofaktor im Jahr 2013.

Die erste Analyse von Todesfällen und Krankheiten aufgrund von Kohlekraftwerken in Indien schätzt, dass 80.000 bis 115.000 Menschen in einem einzigen Jahr aufgrund einer Partikelverunreinigung von 10 Mikron (PM10) vorzeitig starben.

Die von Greenpeace in China gemeinsam verfasste Studie zeigt, dass die PM2,5-Belastung der 196 Kohlekraftwerke in der Hauptstadtregion Peking-Tianjin-Hebei im Jahr 2011 9.900 vorzeitige Todesfälle und fast 70.000 ambulante Besuche oder Krankenhausaufenthalte verursacht hat. vorzeitige Todesfälle wurden durch die 152 Kohlekraftwerke der Provinz Hebei verursacht.

Was fordern wir?

Wir drängen Regierungen in vielen Ländern, ihre Luftqualitätsstandards und Emissionsnormen für Kohlekraftwerke zu stärken.

Wir kämpfen dafür, dass keine neuen Kraftwerke gebaut werden. Wir drängen darauf, dass Pläne für diese schmutzigen Projekte durch saubere erneuerbare Energieprojekte wie Wind und Sonne ersetzt werden.

Was kannst du tun?
Erkunden Sie Wege, wie Sie Emissionen aus dem Verkehr reduzieren, Energie sparen und Ihr Leben mit sauberer, erneuerbarer Energie versorgen können.

Informieren Sie sich über Greenpeace-Kampagnen gegen Kohlekraftwerke, in denen Sie leben.

Überwachen Sie Ihre Luft: Überprüfen Sie die lokale Luftqualität durch den Luftqualitätsbericht Ihrer Regierung oder verwenden Sie "AirNow" Luftqualitätsüberwachungsdaten von US-Botschaften und Konsulaten auf der ganzen Welt.

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