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Ökosozial

Nachhaltigkeit - der Begriff ist heute überall zu lesen: Geschäfte bieten Mode oder Möbel aus nachhaltiger Herstellung, Cafes und Restaurants haben ein nachhaltiges Angebot und auch Firmen schreiben es sich oft ins Profil, umweltbewusst zu arbeiten und zu wirtschaften.

Was bedeutet Ökosozial?

Wir leben in einer Welt, die vom Konsum bestimmt wird. Supermärkte schmeißen Tonnen von Lebensmitteln weg, um mit der Produktion von Neuem mehr Geld zu verdienen. Kraftwerke stoßen Unmengen an CO2 aus. Strom wird an allen Ecken und Enden genutzt und leider oftmals verschwendet. Forschungsergebnisse zeigen, dass die Welt, wenn wir so weitermachen, in einigen Jahrzehnten nicht mehr die sein wird, die wir heute kennen. Der Meeresspiegel steigt, die Pole schmelzen, die Zahl der Umweltkatastrophen steigt jährlich. So langsam machen sich die Auswirkungen des jahrelangen schonungslosen Umgangs mit der Natur bemerkbar. Immer mehr Menschen wollen sich aufgrund dessen ökologisch engagieren, um den Planeten noch für die nächsten Generationen bewohnbar zu halten. Ein nachhaltiges Leben bedeutet, den Konsum einzuschränken oder auf umweltbewusste Produkte umzustellen. Außerdem gehört dazu, Strom und Wärme zu sparen, saubere Energie zu nutzen, Gegenstände eher zu reparieren als sie wegzuschmeißen und mehr Wert auf Qualität als Quantität zu legen. Dies ist Umweltbewusstsein im Kleinen. Außerdem gibt es zahlreiche Organisationen, welche sich für Fairen Handel, den Natur- und Tierschutz, Kinderhilfe und soziale Gerechtigkeit einsetzen.

Ein großes Problem ist auch die Entsorgung von Müll. Die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll und Ölkatastrophen mehrt sich und ist kaum noch zu verhindern. Dies gilt es ebenso zu bekämpfen wie das Abroden großer Waldflächen, wobei zahlreiche Tierarten ihren Lebensraum verlieren.

Sozial und Fair

Fairtrade ist ein gängiger Begriff. Doch viele wissen kaum, was sich dahinter verbirgt. Die Handelsketten im Fairer Handel sind kürzer als übliche Handelsketten, damit kein Geld durch unnötige Zwischenhändler verloren geht. Außerdem gilt es, die Menschen vor allem in Entwicklungsländern zu unterstützen, sowohl in der Autonomie als auch in der Bildung. Deshalb geht ein Teil des Erlöses in soziale Projekte vor Ort, zum Beispiel in den Ausbau der Infrastruktur. Auch ein biologischer Anbau spielt eine große Rolle. Damit unterscheiden sich Produkte des Fairen Handel noch einmal von Bio Produkte, bei denen einzig die Art des Anbaus beachtet wird und weniger die sozialen Bedingungen. Sowohl aus dem ökologischen als auch dem fairen Bereich kann man Bio Lebensmittel, aber auch Kleidung aus Bio Baumwolle, Schreibwaren und Kunsthandwerk kaufen. Nützliche Biosiegel sind Bioland & Demeter, aber auch das Fairtrade-Siegel.

Ökologie trifft Ökonomie

Die Umwelt zu schützen steht häufig im Widerspruch zu der heutigen Konsumgesellschaft. Die Firmen wollen immer nur produzieren und Geld verdienen, ohne Rücksicht auf Verluste durch ihr Handeln. Viele sind sich nicht bewusst, dass sie damit nicht nur der Natur schaden, sondern auch Tausende von Menschen in die Armut treiben. Deshalb sollte die Wirtschaft unbedingt umgestellt werden auf eine nachhaltige und faire Arbeitsweise. Erst wenn sich die beiden Komponenten nicht mehr widersprechen, sondern Hand in Hand miteinander laufen, kann dies funktionieren. Luftverschmutzung ist hier ein wichtiges Thema. Kohlekraftwerke sollten mit den neuesten Filtern ausgestattet sein damit die Luft nicht zu sehr belastet wird.

Tipps für den Alltag und das Führen einer Firma

Schon im Kleinen kann man viel bewirken, was den Schutz unserer Erde angeht. Sowohl zuhause als auch in einer Firma können kleine Veränderungen durchgeführt werden. Bekannt ist natürlich, wenig Strom zu verbrauchen, die Geräte nicht im Standbye-Modus laufen zu lassen, wenig Müll zu produzieren und ähnliches. Doch auch die verwendeten Materialen können überdacht werden. Denn gerade in Büros werden Unmengen an Papier genutzt und häufig auch viel Kaffee getrunken. Beides lässt sich umweltbewusst gestalten. Es gibt Papier und Schreibwaren aus nachhaltigem Anbau, gerade in großen Mengen sehr günstig zu erwerben. Somit unterstützt man die nachhaltige Forstwirtschaft und die Regionalität, da dafür oft Hölzer verwendet werden, die nicht einmal um die ganze Welt transportiert werden müssen. Kaffee ist ein großes Thema. Das Modegetränk wird in jedem Büro verzehrt. Hier kann man auf fair produzierte Ware umsteigen. Wichtig ist, das Bewusstsein für eine umweltverträglich Arbeitsweise in dem Unternehmen zu steigern und zu zeigen, dass eine Integration dessen in die tägliche Arbeitsweise nicht aufwendig sein muss.

Fair Trade Kaffee
Produkt des Jahres 2016*

Fazit: Nachhaltig leben

Eine ökologisch bewusste Lebensweise muss nicht einschränken, was leider viele denken. Es geht um Fairness. Menschen aus wirtschaftlich starken Ländern haben die Möglichkeit dazu, was diejenigen aus ärmeren Gegenden nicht von sich behaupten können. Die Möglichkeiten sollten genutzt werden. Es gibt einfache Wege gegen die Verschwendung der Lebensmittel und den hohen Verbrauch an Energie, die jeder gehen kann.

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